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Verpackungswunder
Aluminium
Verpackungen sind unverzichtbar für
die Werterhaltung und auch den Transport von Gütern. Die Ansprüche
an diese allerdings werden immer höher und müssen nicht nur
wirtschaftliche und technische, sondern auch soziale und ökologische
Anforderungen erfüllen. Die Aluminiumfolie hat hier eine entscheidende
Rolle eingenommen und ist als Verpackungsmaterial nicht mehr wegzudenken.
Die Entwicklung der Aluminiumverpackungen nahm Anfang des 20. Jahrhunderts
ihren Lauf, als es 1910 erstmals möglich wurde, ein Aluminiumblech
auf eine Dicke von 1/100 Millimeter auszuwalzen. Schokoladen-Hersteller
machten sich 1911 als erste die Vorteile der neuen Aluminiumfolie zunutze
und verzichteten fast ausschließlich auf das bis dahin verwendete
Stanniolpapier.
Seit diesem Zeitpunkt begann die steile Karriere der Aluminium-Verpackung.
Im Lebensmittelbereich bietet das Aluminium durch seine Barriereeigenschaften
einen dauerhaften Schutz und verlängert dadurch die Haltbarkeit wesentlich,
verhindert aber auch den Verlust von Aromen und anderen Bestandteilen des Füllguts. Ein kleines Mengenbeispiel
hierzu: ein Kilogramm Aluminium reicht aus, um rund 650 Liter Milch
dauerhaft genießbar zu halten.
Auch im Pharma- und Kosmetikbereich werden Aluminiumfolien, -tuben
und -Aerosoldosen eingesetzt. Für den Transport und die Lagerung
von Medikamenten und medizinischen Instrumenten ist das Aluminium unverzichtbar
geworden, da es absoluten Schutz vor Licht, Feuchtigkeit, Gasen und
Keimen garantiert. In der Kosmetik sorgen Aluminium-Behälter durch
gezielte Dosiermöglichkeiten für
einen sparsamen Verbrauch und eine hygienische Anwendung.
Ein weiterer Zusatznutzen der Aluminiumfolie ist die Verhinderung von
Produktmanipulationen, man denke hierbei zum Beispiel an Flaschenhalsfolien
für Sekt und Bier. In diesem Fall garantiert die Aluminiumfolie dem
Verbraucher absolute Unversehrtheit.
Neben diesen funktionalen Aspekten erfüllen die Aluminiumverpackungen
auch eine Marketingaufgabe: sie müssen den Anreiz zum Kauf eines
Produktes geben, wie etwa durch den metallischen und hochwertigen Glanz
oder durch die Bedruckung, Prägung oder die holografische Bearbeitung
der Aluminiumfolie. Den Verpackungsdesignern eröffnen sich hier vielfältige
Gestaltungsmöglichkeiten. Aluminium ist also tatsächlich auch
ein Kommunikationsmittel.
Die Aluminium-Verpackungsindustrie hat bis heute ihre stetige Dynamik
unter Beweis gestellt: von den rund 75.000 Beschäftigten der deutschen
Aluminiumindustrie arbeiten etwa 20% im Verpackungssektor.
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